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"Dieser Künstler arbeitet mit einem Rohstoff, der uns überall umgibt und endlos nachwächst: mit Holz. Seine Mittel sind einfach.
Wir staunen, was er damit anfängt: Mit Bäumen gestaltet er phantastische Szenerien. Leichter läßt sich
nicht reparieren, was vor einigen Jahrzehnten kurzatmig angelegt war und schon lange durch Langeweile
lähmte.
Joerg Schulze nutzt aber auch das Wer als Ereignis im Prozess des Schaffens - wie ein Schauspiel.
Am meisten gelungen empfindet er es, wenn er nicht alleine arbeitet, sondern mit vielen Menschen tätig ist:
er versteht es, sie zur Mitarbeit zu bewegen. Dies haben manche öffentlichen Institutionen und Schulen erkannt. Damit lösen sie zwei Probleme mit einem Werk:
sie erhalten an einer oft schwierigen Stelle eine Szenerie aus Bäumen, die sie verbessert und zu einem Stück Stadt-Gestalt werden kann. Und zweitens hat Joerg Schulze in dieser  handfesten Arbeit außerordentliche Erfolge mit Menschen: wenn sie Mühe haben, sich zu integrieren, z.B. mit jugendlichen Aussiedlern. Dieser Künstler schafft also nicht nur ein fertiges Werk, sondern vermag im Prozeß der Mitarbeit vielen Menschen zu ihrer Orientierung zu verhelfen. Dies geschieht in elementarer Weise, -weithin im nichtverbalen Arbeits-Prozeß.